Rezension: Emma Hooper - Etta and Otto and Russell and James

Klappentext:
I've gone. I've never seen the water, so I've gone there. I will try to remember to come back.' Etta's greatest unfulfilled wish, living in the rolling farmland of Saskatchewan, is to see the sea. And so, at the age of eighty-two, she gets up very early one morning, takes a rifle, some chocolate and her best boots, and begins walking the 2,000 miles to the water. But Etta is starting to forget things. Her husband, Otto, remembers everything, and he loves her: surely they can balance things out? Their neighbour Russell remembers too, but differently - and he still loves Etta as much as he did more than fifty years ago, before she married Otto. Rocking back and forth with the pull of the waves, Etta and Otto and Russell and Jamesmoves from the present of a too-quiet-for-too-long Canadian farm to a dusty past of hunger, war, passion and hope, from trying to remember to trying to forget as, from prairie to forest to mountain to sand, Etta walks.

Meine Meinung:
Eine 82-jährige Frau, die drauf und dran ist ihr Gedächtnis zu verlieren, geht los und sucht das Meer, weil sie es noch nie gesehen hat. Ihr Mann bleibt Zuhause und muss nun für sich selbst sorgen. Ach ja und dann ist da noch der Nachbar, bester Freund, Liebhaber, Gefährte. Nebenbei auch noch ein singender Kojote, der Etta überall hinbegleitet.
Klingt nach einer total verrückten Geschichte? Ist es auch, aber eine die tief berührt, verwundert und einfach viel in sich trägt.

Der Schreibstil ist angenehm einfach, wechselt zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt, wo wir Etta und Otto sehr gut kennen lernen. Sie reflektieren über Arbeit, Krieg, Familie und Liebe. Treffen manchmal klare und manchmal verwirrende Entscheidungen. Man spürt immer diese Suche nach mehr und nach etwas, bekommt aber nicht immer heraus, nach was sie wirklich suchen. Auch wenn es klar ist, trägt man einfach den Schmerz weiter mit sich, denn vieles ist nicht mehr zu ändern. Man teilt ihre Sorgen und fühlt sich im Geschehen, sie begleiten einen auch noch nachdem das Buch zu Ende ist.

Für manche ist die Geschichte schwierig, weil man sich eben auch selbst Sachen zusammenreimen kann. Dennoch kommen einem die Charaktere so nahe, dass das für mich nicht schwer war. Man muss sich einfach fallen lassen, vielleicht auch wie Etta mal nicht nachdenken und "loslaufen". Dann kann man Schönes entdecken, wenn man über die fehlenden Anführungszeichen in der wörtlichen Rede hinweg gekommen ist ;)

Fazit
Ich konnte in diesem Buch versinken und empfand es auch als eine wunderschöne Beschreibung von Canada. Eine absolute Empfehlung von mir.

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