Rezension: Iris Hammers - Das Erbe der Madame Dupont

Klappentext:
Gerade erst ist Helen mit ihrem Mann und Sohn nach Lyon gezogen. Dort freundet sie sich mit Madame Dupont an, die zurückgezogen auf dem parkähnlichen Nachbargrundstück lebt. Bald lernt sie auch Madame Duponts charismatischen Neffen Maurice kennen, der gemeinsam mit seinem Bruder ein Gourmetrestaurant betreibt. Eine unheimliche Ausstrahlung umgibt ihn, von der sich Helen magisch angezogen fühlt. Um Maurice näher zu sein, belegt sie einen Kochkurs in seinem Restaurant. Sie ahnt nicht, dass die Brüder ein dunkles Geheimnis verbindet, das sie und ihre Familie in Gefahr bringen wird …
 

Meine Meinung
Ich hab mich total auf dieses Buch gefreut und bin zu Beginn auch gut reingekommen. Helen fliegt mit ihrem Sohn von HongKong nach Lyon, wo ihr Mann einen neuen Job bekommen hat.
Dort muss sie sich erst mal zurecht finden, denn ihr Sohn ist in der Schule und ihr Mann auf der Arbeit, Helen selbst kann kein Französisch. Sie wurde mir so teilweise sympathisch, manchmal etwas oberflächlich beschrieben. SIe macht einen Sprach- und einen Kochkurs und lernt ihre Nachbarin Jeanne kennen. Jeanne ist die wohl am Besten beschriebene Figur in diesem Buch und wird einem wirklich sympathisch. Mit ihr isst sie viele Köstlichkeiten und auch der Kochkurs selbst wird wunderbar beschrieben, man merkt hier sehr deutlich dass die Autorin hier viel Wissen mit eingebaut hat. So gut, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Nur leider haben diese Passagen nur teilweise etwas mit der Handlung zu tun, genau so wie Stress von Helen´s Mann in seinem neuen Job, der zwischendrin immer wieder viel und unnötig Platz einnimmt.
Zwischen die Geschichte von Helen, sind Rückblicke eingewoben von anderen Protagonisten der Geschichte. Diese Rückblicke sind erschreckend und tiefgehend. Am Anfang tat ich mir schwer, da ich nicht wusste um wen es geht, aber das hat man ziemlich schnell raus :)
Sie sind wirklich interessant und spannend und lassen einen tief in menschliche Abgründe blicken und vor allem dann später sehen, wie unterschiedlich Menschen ihr Leben gestalten können.

Fazit:
Insgesamt handelt es sich hier wohl eher um einen kulinarischen Krimi als einen Roman, der mit sehr viel Spannung aufwarten kann und auch grundsätzlich interessanten Charakteren. Dennoch hätten diese mehr Tiefe erhalten können und einiges Passagen für andere Elemente Platz machen können.

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