Rezension: Pieter Webeling - Das Lachen und der Tod

Klappentext:
Der niederländische Komiker Ernst Hoffmann wird 1944 in einem Viewaggon mit anderen Verfolgten in ein Konzentrationslager in Polen gebracht. Um seine Mitgefangenen vor der endgültigen Verzweiflung zu bewahren, unterhält er sie abends mit Witzen. Als der deutsche Lagerkommandant davon erfährt, will er Hoffmann dazu bringen, vor den SS-Leuten als Kabarettist aufzutreten. Erst weigert sich der Komiker, doch dann verspricht ihm der Lagerkommandant, eine bestimmte Frau am Leben zu lassen...


Meine Meinung:
„Humor ist nichts weiter als die strikte Weigerung, der Tragödie das letze Wort zu überlassen" (S.105) 
"Das Lachen und der Tod“ ist kein Buch, das man einfach so mal liest um die Zeit zu vertreiben. Das Leben und Sterben im Lager wird sehr genau in all seinen Facetten beschrieben. Sodass man manchmal selbst an sich merkt, wie man zusammenzuckt oder es einem eiskalt den Rücken herunterläuft
Und dennoch steckt so viel Hoffnung in dem Erzählten. Denn Ernst Hoffmann gibt niemals auf, egal wie schlimm es kommt. Mit seinem Humor kann er sich das Leben retten und auch so manchen Mitgefangenen. Man selbst erwischt sich mal beim Schmunzeln, wenn die Gefangenen den ein oder anderen Witz erzählen, nur um sich dann beschämt wieder schlechte Gedanken zu machen. Dennoch ist es einfach eine Geschichte über Hoffnung und Lebenswille, man hat der Tragödie das letzte Wort weggeschnappt. Bei all der beschriebenen Grausamkeit, überwiegt am Schluss das Gefühl der Bewunderung. Für alldiejenigen, die das durchgemacht haben und doch nicht ihre Menschlichkeit verloren haben.

Fazit:
Ein Buch das erinnert. An Zeiten die nie vergessen werden sollten, sodasss sie so nie mehr widerkehren. Und ein Buch das absolut empfehlenswert ist für Recherche oder auch einfach mal eine tiefere Auseinandersetzung mit der Geschichte.

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