Rezension: Matthias Jügler - Raubfischen

Inhaltsangabe:
Das Raubfischen ist ihre gemeinsame Leidenschaft, seine Erkrankung an ALS droht, sie zu trennen, kann das Leben die Krankheit überwinden? Daniel hasst die Schule. Alles, was er weiß, hat er von seinem Großvater. Wie die Hechte im Tostaholmen am besten beißen, das man immer den Fisch zum Kescher und nie den Kescher zum Fisch führt und man auf Geduld und Sorgfalt ein Leben errichten kann.§Doch dann ändert sich das Verhalten des Großvaters. Seine Aufmerksamkeit nimmt rapide ab, er hat Schwierigkeiten zu essen. Und schließlich kommt er in ein Pflegeheim. Die Diagnose: ALS. Der See in Schweden scheint für immer außer Reichweite. Daraufhin trifft er einen waghalsigen Entschluss. Er wird seinen Großvater entführen, höchstpersönlich, und ihn mit dessen Auto zum Tostaholmen bringen. Doch was als Kurzschlussreaktion beginnt, führt den 18-Jährigen tief in die Geschichte seiner Familie, zu erfüllten und enttäuschten Sehnsüchten und zu der übermenschlichen Aufgabe, über Leben und Tod zu entscheiden.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr klar und überhaupt nicht verschönert oder großartig malerisch und genau das macht das Flair aus.
Daniel verbringt in seinen jüngeren Jahren seine Ferien bei den Großeltern in Schweden, dort lernt er alles über das Raubfischen. Man merkt die Beziehung zu seinem Großvater ist etwas ganz besonderes und einfach anders, sie wird nur in wenigen Worten beschrieben, das Gefühl hängt zwischen den Zeilen.

Wegen eines Geheimnisses auf Seiten der Großeltern kommt es zu einem Bruch mit dem jugendlichen Daniel, er distanziert sich eine Weile bis sein Großvater an ALS erkrankt.
Die Erkrankung und auch der Verlauf wird detailliert aber kurz beschrieben und vor allem von jedem Familienmitglied anders aufgefasst. Jeder geht anders damit um und so nimmt alles eher im Ruhigen seinen Lauf. In diesem Buch redet keiner der Figuren wirklich miteinander. Man merkt jedoch wie alles unaufhaltsam ist, das Leben geht einfach weiter, Daniel´s Abitur, der Job, die Jahreszeiten. Schön wird das auch mit dem Leben der Fische verglichen, die Passagen sind auch schonungslos und ein bisschen eklig.

Daniel jedoch will das nicht alles einfach so hinnehmen und als er seinen Großvater entführt, ist man selbst einfach voll dabei. Er schwelgt in Erinnerungen und macht das Jetzt aber auch so gemütlich wie möglich für seinen Großvater, beide brauchen diese letzte Reise und auch als Leser bleibt man noch lange bei ihr und hofft glaube ich, dass man in gegebener Situation genau so handelt.

Fazit:
Eine sehr berührende Geschicht, die Mut gibt sich auch so einer schweren Krankheit zu stellen und vor allem finde ich offener gegenüber seinen Mitmenschen zu sein.

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