Rezension: Matthew Quick - Die Sache mit dem Glück

Inhaltsangabe und Infos

New-York-Times-Bestsellerautor Matthew Quick hat nach «Silver Linings», dessen Verfilmung mit Stars wie Bradley Cope, Jennifer Lawrence und Robert De Niro einen Oscar und einen Golden Globe gewann, eine witzige und zärtliche Geschichte über Glück, Familie, Freundschaft, Trauer, Akzeptanz und Richard Gere geschrieben. Bartholomew hat immer bei seiner Mutter gelebt. Als sie stirbt, muss er plötzlich allein zurechtkommen. Aber das sagt sich so leicht. Bartholomew ist 39. Beim Aufräumen ihres Schlafzimmers findet er einen Brief von Richard Gere wieder. Darin ruft der Hollywoodstar zum Boykott der Olympischen Spiele in Peking auf, wegen Tibet. Der Brief muss Mom viel bedeutet haben, sonst hätte sie ihn nicht in ihrer Unterwäscheschublade aufbewahrt. Nun versteht Bartholomew auch, warum sie ihn in ihren letzten Tagen, als sie schon sehr durcheinander war, immer nur «Richard» genannt hat. Er beschließt, dem Schauspieler Briefe zu schreiben. Über Moms Theorie vom Glück, über Außerirdische, Buddhismus und die Liebe zu Katzen. Und über die junge Bibliothekarin, die er schon seit Jahren einmal ansprechen möchte. Bis jetzt hat Richard Gere noch nicht geantwortet, aber Bartholomew ist sicher, er wird ihm bei seinem Neuanfang helfen. Ein höchst unterhaltsamer und inspirierender Roman, der einen über die Gründe des Universums nachgrübeln und über die Kraft der Güte und der Liebe staunen lässt. Graeme Simsion, der Autor des Bestsellers «Das Rosie-Projekt», urteilte:« `Die Sache mit dem Glück` ist genau das, was ich von Matthew Quick erwartet habe: originell, fesselnd, erhebend.» 2015 wird der Roman in den USA von Jonathan Dayton und Valeri Faris verfilmt, den doppelten Oscar-Gewinnern des Erfolgsfilms «Little Miss Sunshine».
 
Meine Meinung:
Die Geschichte von Bartholomew ist ungewöhnlich, unterhaltsam und macht einen nachdenklich.
Zuerst wird viel Input gegeeben über Bartholomew's Leben und das Leben mit seiner Mutter, die an Gehirnkrebs gestorben ist. Man bekommt ein gutes Gefühl für Bartholomew wie er so tickt und wieso er Briefe an Richard Gere schreibt, die wir als Zuhörer/Leser sozusagen mitlesen. Zu Beginn zieht sich alles ein bisschen.
Ab CD 3 kommt langsam Spannung auf. Dieses Unterfangen endet aber eher unglücklich. Dennoch ist hier der Stein dann ins Rollen gebracht worden, wirft dann Dynamik in die Geschichte. Bartholomew findet Freunde und so entsteht eine interessante Gruppe von Menschen, die alle ihr Päckchen zu tragen haben, manche ein eher Verrückteres als Andere. Es geht um Neuanfänge und Abschlüsse und wie man sich selbst in der Welt zurecht finden kann.
Ich konnte mich jedoch nicht immer in Bartholomew einfühlen, deshalb blieb die Geschichte glaube ich auch etwas auf Distanz. Manchmal legt er sich so gute Sachen zurecht, geht wirklich in die Tiefe mit seinen Gedanken, nur um dann doch wieder das zu tun was andere ihm sagen. Er bleibt eben ein bisschen naiv und man sieht nur kleine Entwicklungsschritte in großen Zeitspannen was ein bisschen das Gefühl von Endlosigkeit zurücklässt.
Dennoch ist Bartholomew genau das, was die Geschichte ausmacht. Ein mal etwas anderer Held. Er meistert nicht alles perfekt und ist dabei trotzdem liebevoll und mitfühlend, eben menschlich. Deshalb freut man sich auch mit ihm, ärgert sich mit dem kleinen Mann im Bauch und hofft für ihn, dass er sein Glück findet. Mit ihm lernt man die Fähigkeit auch mal Fünfe gerade sein zu lassen und einfach zu Glauben, denn es wird alles gut. Alles hat seinen Platz und seine Verbindung – Synchronizität ist Bartholomew's Leitidee.
Der Protagonist setzt sich dabei auch mit Religion, Politik, Moral und der puren Existenz auseinander, jedoch nicht immer in der auffälligsten Weise, es sind die kleinen Details in diesem Buch, die es zu einer wunderbaren Geschichte machen.
Boris Aljinovic liest die Geschichte außerdem ausgezeichnet, sodass wirklich verschiedene Charaktere entstehen. Vor allem Max, Bartholomew's Freund, ist sehr unterhaltsam. Und auch Richard Gere, den sich Bartholomew einbildet, kommt als eine eigenständige Figur daher. Man kann alle super unterscheiden und jeder bekommt so seine Eigenheiten, der Sprecher ist wirklich sehr gut gewählt.

Fazit:
Ich vergebe vier Sterne für diese Geschichte, die mich am Ende doch wirklich berührt und zum Nachdenken gebracht hat. Der eine Stern wurde für die ausschweifende Einleitung abgezogen.

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