Rezension: Jonathan Safran Foer - Here I Am

Inhaltsangabe:
In the book of Genesis, when God calls out, "Abraham!" to order him to sacrifice his son Isaac, Abraham responds, "Here I am." Later, when Isaac calls out, "My father!" to ask him why there is no animal to slaughter, Abraham responds, "Here I am." How do we fulfill our conflicting duties as father, husband, and son; wife and mother; child and adult? Jew and American? How can we claim our own identities when our lives are linked so closely to others? These are the questions at the heart of Jonathan Safran Foer's first novel in eleven years - a work of extraordinary scope and heartbreaking intimacy. Unfolding over four tumultuous weeks, in present-day Washington, D.C., Here I Am is the story of a fracturing family in a moment of crisis. As Jacob and Julia and their three sons are forced to confront the distances between the lives they think they want and the lives they are living, a catastrophic earthquake sets in motion a quickly escalating conflict in the Middle East. At stake isthe very meaning of home - and the fundamental question of how much life one can bear.

Meine Meinung:
Ich habe mich wahnsinnig gefreut als ich erfuhr, dass ich bei der Leserunde auf lovelybooks mitlesen darf. Dann kam das Buch und ich war von seiner Größe einfach nur erschlagen, aber voller Vorfreude. Denn ich habe alle seine Bestseller gelesen, wegen Eating Animals bin ich damals sogar Vegetarierin geworden. Deshalb wusste ich: Jonathan Safran Foer kann definitiv seine Leser bewegen.

Leider wurde ich in dieser Story überhaupt nicht abgeholt, dachte ich zuerst noch es handelt sich vielleicht um eine chaotische Familie. Julia und Jakob haben Probleme in ihrer Ehe und scheinen nicht so recht klar zu kommen damit, dass ihre Kinder größer werden und sie selbst eigentlich nur auf diese fixiert waren. Ihre Träume scheinen in weite Ferne gerückt zu sein und nun wissen sie nicht wohin.
Eine gute Grundlage für Wachstum und Änderung oder? Fehlanzeige, eher eine Grundlage für kindische Streitereien, die sich im Kreis drehen. Immer wenn man als Leser denkt: Hey da will sich jemand ändern, verbarikadiert sich die Figur wieder, sodass man an sie nicht herankommt. Eigentlich wollte ich irgendwann schon gar nicht mehr weiterlesen, wäre da nicht eine Figur gewesen: der älteste Sohn Sam, der sich wenigstens etwas entwickelt.

Gleichzeitig dachte ich auch, dass man ein bisschen über das Judentum lernt oder auch über die Lebensweise amerikanischer Juden, denn es ist schon ein riesen Thema. Der Zerfall der Familie wird mit einem ausbrechenden Krieg in Israel zeitlich gleichgesetzt. Aber hier wird man sehr alleine gelassen, wenn man in der Thematik nicht drin ist. Ich bin total froh, dass sich Mitleserinnen von mir so in die Thematik vertieft haben, damit ich davon überhaupt etwas mitgenommen habe. Und es dann doch ganz interessant war.

Aber darüber ist es einfach nicht hinaus gekommen: GANZ INTERESSANT ohne Entwicklung, Spannung oder gar Tiefe. Chaotische Schreibwechsel zwischen Zeit und auch Stil, nervige Protagonisten. Die man einzig lieb hat als sie sich bekiffen um darauf nichts zu lernen.

Schade eigentlich denn in diesem Buch liegt grundsätzlich viel thematisches Potential!

Kommentare

  1. Interessante Rezi! :)
    Schade dass es dir nicht so gefallen konnte!
    http://xoxoclaudia.blogspot.de/

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