[Rezension] Laura McVeigh - Als die Träume in den Himmel stiegen

Klappentext:
Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan »Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.« Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen. Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?

»Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns – bis zum Schluss.« »Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE
»Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times

Meine Meinung:
Ich bin gut in das Buch reingekommen, obwohl man schon merkt, dass eine andere Kultur herrscht. Man muss einige Wörter nachlesen, die in Muttersprache beibehalten werden und vor allem erst mal Samars Familie sortieren. Aber man kommt Ihnen sehr schnell nah und wird in einer herzlichen Familie empfanden. Und von Tolstoi an den sich Samar klammert.

Ich hab im Buch vor allem viel über Afghanistan gelernt, denn Samar macht zusammen mit ihrer Familie wirklich eine riesen Reise und beschreibt alles sehr genau und malerisch. Sie ist zwischendrin auch eine Geschichtenerzählerin, sodass man mit ihr gerne ihre Träume verfolgt.
Wenn man so im Wohlsein der Familie schwelgt, treffen einen die schrecklichen Ereignisse immer wieder unglaublich stark. Hier und da sollte man schon ein bisschen standfest sein, denn Samar muss schon als kleines Mädchen schreckliches Miterleben.

Neben der eigentlichen Flucht von Samar mit ihrer Familie verändert sich sehr viel. Nicht nur bei Ihnen selbst sondern auch in der Gesellschaft. Mir war das von der großen Entfernung aus den Medien irgendwie nie so richtig klar, deshalb war ich total gebannt von der Geschichte - teilweise auch empört.

In der Mitte des Buches gibt es dann leider einen kleinen Bruch - der die Geschehnisse in ein anderes Licht rückt - er ist nicht wirklich störend, verändert aber die Sichtweise und macht manche Erfahrungen schlimmer, aber lässt anderes auch viel distanzierter erscheinen. Meiner Meinung nach hätte es das nicht gebraucht und diese Wendung hat die Leser in der Leserunde auch sehr gespalten...

Einen kleinen Minuspunkt beziehungsweise was die Kraft ein wenig aus dem Buch genommen hat, ist dass es keine echte Geschichte ist, wie suggeriert wird, sondern die Autorin sich die Geschichte, zwar sehr gut recherchiert, aber dennoch ausgedacht hat.

Fazit:
Dennoch möchte ich das Buch sehr gerne jedem ans Herz legen, der sich informieren will, aber auch gerne Märchen hört. Denn das ist hier eine tolle Kombination von Beidem und deshalb finde ich das Buch wirklich gut.

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