[Rezension] Boris Fishman - Eine Welt voller Wunder und rein gar nichts zu befürchten

Inhalt:
Maya und Alex Rubin haben vor acht Jahren ein Baby aus Montana adoptiert. Jetzt zeigt der kleine Max seltsame Verhaltensweisen – sammelt Beutel voller Gras, steigt in einen Überlandbus, um Kiesel in einem an der Staatsgrenze gelegenen Bachbett zu zählen, und versucht, mit Tieren zu sprechen. Maya deutet dies als Signal, dass der Vorstadtjunge Max sich unbewusst zu seiner biologischen Heimat zurücksehnt. In ihrer Rolle als Adoptivmutter ohnehin verunsichert, beginnt Maya daran zu zweifeln, ob sie dem Jungen auch wirklich das geben kann, was er braucht. Und hat Angst, dass sie als Familie vielleicht niemals glücklich werden können. Um der Wahrheit ins Gesicht zu blicken, unternimmt die Familie Rubin eine Reise in den Nordwesten der USA, ins endlose Grasland der Prärie. Doch der Ausgang dieses Roadtrips ist himmelweit von dem entfernt, was Maya befürchtet hat.

Ein charmanter und leichtfüßig erzählter Familienroman über kulturelle Identität, Zugehörigkeitsgefühl und das, was eine Familie – jenseits gemeinsamer Gene – wirklich ausmacht.

Meine Meinung:
Maya und Alex sind russische Amerikaner oder amerikanische Russen? Sie wissen es manchmal selbst nicht so ganz. Beide haben ihre kulturellen Wurzeln in ihr neues Leben integriert, aber hier und da auf eine andere Weise. Sie leben gemeinsam mit den Eltern von Alex und ihrem Sohn Max, der adoptiert ist, in New Jersey. Ein Kleinstadtleben wie im Bilderbuch sollte es sein, aber ist es irgendwie doch nicht. Max ist ein bisschen anders als Maya und Alex es sich erhofft hatten und nun überlegen sie woran das liegen könnte. An den Genen? An der Erziehung? An der Religion? An der Umgebung?
Um das herauszufinden, versucht Maya alles mögliche: Psychologe, Wahrsagerin bis hin zu einem Roadtrip.

Doch dieser Trip wird eher eine Reise zu ihrem Selbst. Dabei kommt Max irgendwie zu kurz, denn in den Stellen in denen er zu Wort kommt, ist er ein schlauer und aufgeweckter Junge von dem ich gerne mehr erfahren hätte. Auch Alex ihr Mann bleibt sehr grau in der Geschichte. Nur ihre Schwiegereltern bekommen etwas Farbe und auch damit einhergehend, Mayas Träume, Wünsche und Sehnsüchte. Leichtfüßig finde ich es leider nicht, Maya erzählt mit einer gewissen Schwermut und wird mir einfach nicht sympathisch. Ich kann ihre Beweggründe nur hier und da nachvollziehen.
Was mich weiter lesen lässt, ist die Hoffnung auf Auflösung und die wundervolle Beschreibung der Landschaft.

Fazit 
Mir bleiben Mayas Gedanken häufig zu oberflächlich und die Geschichte damit farblos. Man hätte ein bisschen mehr Gedanken der anderen Familienmitglieder einbringen können. Dennoch sind hier und da tolle Gedanken dabei und der malerische Schreibstil treibt einen weiter. 

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