Rezension: Rolf Bauerdick - Pakete an Frau Blech


Inhaltsangabe:
Gerade hat Maik Kleine seinen väterlichen Freund, den exzentrischen Zirkusdirektor Alberto Bellmonti, mit viel Pomp zu dessen letzter Ruhestätte begleitet, da tauchen verstörende Meldungen über eine angebliche Stasi-Vergangenheit des Toten auf. Zusammen mit Szymbo, dem Kapellmeister, und Albina, der schwebenden Jungfrau, begibt Maik sich auf eine abenteuerliche Spurensuche – nicht ahnend, dass er sich nun auch seiner eigenen Familiengeschichte stellen muss: der Wahrheit über die schreckliche Tragödie, die in jener eisigen Winternacht 1978/79 in Leipzig seine beiden Geschwister das Leben und seine Mutter die Freiheit kostete.

Meine Meinung:

Man begleitet in diesem Buch Maik Kleine wechselnd zwischen seiner Kindheit in der DDR mit Übersiedlung in die BRD und seinem heutigen Leben.
Die Themen sind fesselnd und die Charaktere von der besonderen Art. Der Schreibstil ist klar, aber man merkt das hier und da auch eine Nachricht zwischen den Zeilen steckt oder auch mal in einem zitierten Songtext, den man nicht einfach überlesen sollte.
Die Geschichte mutet skurril und geheimnisvoll an ist dabei sehr emotional.
Denn Maik hat viel hinter sich und wählte dann wohl ein außergewöhnliches Leben im Zirkus. Das dieses Leben und seine Vergangenheit schon immer miteinander verwoben waren, wird ihm erst Stück für Stück klar.
Den Stein ins Rollen bringt die pompöse Beerdigung des Zirkusdirektors Alberto Bellmonti.
Dabei wird der Stein wirklich immer schneller und immer mehr Geschichten und Nebengeschichten eröffnen sich, dabei kommen auch die Charaktere nicht zu kurz und wachsen an ihren Aufgaben und auch an einander.

Alle Geschehnisse wirken gut recherchiert und nicht bei den Haaren herbei gezogen. Hier wird einfach nur erzählt, kein Urteil gefällt und so dem Leser ein Stück Geschichte nahe gebracht. Denn die Charaktere recherchieren viel und man selbst lernt auch etwas dazu. Dabei wird man nie mit Informationen überladen und auch nicht vor moralische Fragen gestellt.
Es ist einfach nur angenehm und unterhaltsam dieses Buch zu lesen.

Den einen Stern habe ich abgezogen, weil sich zwischendrin mal alles wiederholt hat. War zwar dienlich den anderen Charakteren gegenüber aber für mich nicht nochmal relevant.

Fazit: 
Ein wirklich spannender Roman, der die deutsch-deutsche Geschichte neutral vor Augen führt und dabei trotzdem der Fantasie keine Grenzen setzt. 

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