[Rezension] Lindsey Lee Johnson - Der gefährlichste Ort der Welt

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Klappentext:
Mill Valley, das paradiesische Städtchen in der Bucht von San Francisco, Inbegriff von Wohlstand und Sorglosigkeit, wird bei Lindsey  Lee Johnson zur Falle. Feinfühlig und dabei scharf beobachtend gibt Sie dem verzweifelten Tristan, der kalten Calista, dem sanften Dave und all den anderen der Clique eine Stimme. Sie leuchtet "den gefährlichsten Ort der Welt" aus und entlarvt den amerikanischen Traum als die Illusion einer Gesellschaft, die ihrer inneren Leere zu entkommen sucht.

Meine Meinung:
Durch den Klappentext hat man schon ein einigermaßen gutes Bild vor Augen, das Leben von Teenagern im Jetzt wird genaustens durchleuchtet und nach Motiven gesucht für Probleme, die leider zu oft Thema in der Schule sind: Mobbing, Herzschmerz, verlorene/falsche Freundschaften, Gruppendruck, Alkohol und Drogen. Dabei folgt man verschiedenen Personen je ein Kapitel lang durch eine Geschichte. Also wenn eine Geschichte zeitlich aufhört, beginnt das nächste Kapitel am gleichen Punkt nur mit einem anderen Blickwinkel. Das ist zunächst ein bisschen schwierig, weil irgendwie die Storys dann teilweise nicht abgeschlossen wirken oder eben nur oberflächlich bleiben. Trotzdem zeigt sich auf erschreckende Weise wie eine Handlung das Leben von mehreren berührt und dann verschieden Wege geht. Was mir nicht so ganz gefallen hat, ist das wirklich alle Geschichten irgendwie schrecklich sind - also jede Figur leidet oder hat wirklich Schwierigkeiten damit umzugehen was passiert. Das finde ich ein bisschen schade, denn ich glaube eigentlich grundsätzlich daran, dass es immer irgendwo Hilfe gibt. Der Umstand hat das Buch auch eher zu einer schweren Lektüre gemacht, es macht sehr nachdenklich und irgendwie betrübt.
Aus großen Träumen in jungen Jahren entstehen Sackgassen für die Beteiligten. Bei manchen merkt man einfach, dass es keine Entscheidungsfreiheit gibt und sie einfach ihr Leben leben ohne sehr darüber nachzudenken.

Fazit:
Ich hab das Buch zwar nach anfänglich fehlender Motivation sehr schnell durchgelesen, weil ich wissen wollte wie es endet. Bin aber mit einem eher unzufriedenen Gefühl aus dem Leseerlebnis heraus gegangen. Deshalb nur zu empfehlen wenn man mit schweren Themen zurecht kommt.

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